Call for Papers – 8. UN Forschungskolloquium

Call for Papers
8. UN Forschungskolloquium:
Die Vereinten Nationen und ihre Partnerorganisationen
23. bis 25. März 2018 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Keynote: Dr. Manuela Scheuermann, Professur für Internationale Organisationen und Globalisierung, Friedrich-Schiller-Universität Jena

 

Deadline für Abstracts: 12.01.2018

Deadline für Papiere: 04.03.2018

Deadline für Anmeldungen: 10.03.2018

 

Das Kolloquium steht allen Interessent/-innen offen, auch ohne eigenen Beitrag.

 

Themenstellung:

Nach den Erfahrungen von Ruanda, Somalia und Jugoslawien sowie dem daran anschließenden Rückzug vieler westlicher Unterstützer in die Passivität wurde die Überforderung des UN-Systems im Umgang mit globalen Herausforderungen immer offensichtlicher. Schließlich standen die Vereinten Nationen Anfang der 2000er Jahre am Scheideweg zwischen Bankrott und Erneuerung (Annan 2003). Die Organisation wählte den Weg der Erneuerung und rückte den Bedarf nach partnerschaftlicher Zusammenarbeit stärker in den Fokus. Fortan wurde die Zusammenarbeit – im Sinne einer Aufgaben‐ und Lastenteilung – zwischen den Vereinten Nationen und anderen Organisationen im internationalen System propagiert.

Die gesamte Bandbreite der UN-Politikfelder, insbesondere die Bereiche Frieden und Sicherheit, Menschenrechte sowie Umwelt und Entwicklung, werden mehr und mehr partnerschaftlich organisiert und stehen im Fokus des kommenden Forschungskolloquiums. Im Sicherheitsbereich öffnet beispielsweise das in seiner Reichweite umstrittene Kapitel VIII der UN-Charta das Tor für gemeinsame Bemühungen, welches es anderen Organisationen erlaubt, mit den Vereinten Nationen in kollaborativen und kooperativen Austausch zu treten. Bereits im Jahr 2000 unternahm die Europäische Union den Versuch, sich durch eine Partnerschaft auf Augenhöhe als neuer sicherheitspolitischer Akteur und „Burden Sharer“ der Vereinten Nationen zu positionieren. Auch die NATO trat mit den Vereinten Nationen in Kontakt, um zumindest auf Ebene der Sekretariate stärker zusammenzuarbeiten. Eine der intensivsten Kooperationen besteht mit afrikanischen Regionalorganisationen wie der Afrikanischen Union, der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika und der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft. Diese Kooperationen umfassen sowohl politische als auch finanzielle Maßnahmen. Neben den sich stetig weiterentwickelnden Beziehungen mit Regionalorganisationen öffnen sich die Vereinten Nationen auch für nichtstaatliche Akteure wie Expert/-innengruppen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die nicht nur auf den großen Weltkonferenzen und im Wirtschafts- und Sozialrat, sondern auch im Sicherheitsrat mehr und mehr Gehör finden. Entwicklungen wie die sogenannte Schutzverantwortung (R2P), aber auch die neuen Nachhaltigkeitsziele oder die Bemühungen der UN hinsichtlich des Gender Mainstreamings wären ohne den partnerschaftlichen Einfluss führender NGOs kaum vorstellbar.

Dabei stellt sich die Frage, wo die Vereinten Nationen mit ihrem Aufruf für mehr Kooperation nach über einem Jahrzehnt stehen und wie der partnerschaftliche Umgang mit globalen Herausforderungen konkret abläuft.

Mögliche Fragestellungen sind:

  • Wie ist die Kooperation zwischen den Vereinten Nationen und den jeweiligen Partnerorganisationen völkerrechtlich legitimiert?
  • Welche (zusätzlichen) Regeln und Normen haben sich im Laufe der Partnerschaften entwickelt?
  • Wie lässt sich die Entstehung dieser Partnerschaften erklären?
  • Wie funktioniert die Partnerschaft zwischen den Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen sowie nicht-staatlichen Akteuren ?
  • Wie werden diese Partnerschaften in verschiedenen Politikfeldern ausgestaltet, kollaborativ, kooperativ oder gar rivalisierend?
  • Was können diese Partnerschaften leisten bzw. wo liegen ihre Grenzen?
  • In welchen Politikfeldern sind Partnerschaften besonders stark bzw. besonders schwach ausgeprägt?
  • Welchen Einfluss hat die zunehmende Einbindung nicht-staatlicher Akteure auf die Normgenese und die Einstufung als Völkerrechtssubjekt?
  • Wie lassen sich die unterschiedlichen Kooperationen hinsichtlich der Legitimationsfragen der Diskurse um Global Governance, Internationale Öffentliche Gewalt, Global Administrative Law u.a. bewerten?
  • Wie steht es um die Rechtsbindung, aber auch den faktischen Schutz, insbesondere bzgl. der Menschenrechte, bei der Übertragung staatlicher Aufgaben in den inter- und transnationalen Bereich?

 

Organisatorischer Rahmen des Kolloquiums:

Das 8. UN-Forschungskolloquium wird von der Arbeitsgemeinschaft Junge UN-Forschung in der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen und der Professur für Internationale Organisationen und Globalisierung organisiert. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft kommen aus den Fachbereichen Völkerrecht, Politikwissenschaft und Soziologie. Das Kolloquium heißt Nachwuchswissenschaftler/-innen und Studierende aller Fachrichtungen willkommen. Es bietet die Gelegenheit, Forschungs- und Studienarbeiten mit Bezug zu den Vereinten Nationen vorzustellen und zu diskutieren. Als besonders anregend hat sich erwiesen, wenn die eingereichten Papiere von Diskutant/-innen vorgestellt werden und der jeweilige Beitrag im Anschluss intensiv diskutiert wird. Durch den interdisziplinären Blick werden gängige Definitionen hinterfragt und empirische Probleme neu betrachtet.

Weitere interessierte Teilnehmer/-innen können sich bis zum 10.03.2017 verbindlich auf unserer Webseite anmelden. Bei der Anmeldung geben Autor/-innen und Teilnehmer/-innen bitte an, ob sie die Rolle eines Diskutanten oder einer Diskutantin übernehmen möchten

Einen Teilnahmebeitrag gibt es nicht. DGVN-Mitglieder können einen Fahrtkostenzuschuss beantragen (bei der Anmeldung angeben).

Weitere Informationen und Anmeldeformular: www.uno-forschung.de

Bei Fragen stehen wir unter info(at)uno-forschung.de zur Verfügung.

 

Advertisements

CALL FOR PROPOSALS – Tagungsort für das Forschungskolloquium 2018 gesuch

Holt die Hauptveranstaltung der AG Junge UN-Forschung in Eure Stadt und entwickelt gemeinsam mit uns den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen für das Forschungskolloquium 2018!

Die Veranstaltung ist betont informell, so dass sich der organisatorische Aufwand in Grenzen hält. Den eigentlichen Call for Papers entwickeln wir als AG mit dir/euch zusammen und kümmern uns gemeinsam um die organisatorische Vorbereitung.

Bisherige Schwerpunkte waren „UN-Forschung“ (Berlin, 2011), „Mensch und Individuum“ (Jena 2012), „Aufbruch und Beständigkeit“ (Dresden, 2013), „Fragmentierung und Kohärenz“ (Bonn, 2014), „Verantwortung und Verantwortlichkeit“ (Duisburg, 2015), „nichtstaatliche Akteure“ (Kiel, 2016) sowie „postkoloniale Perspektiven“ (Hamburg, 2017).

Das UN-Forschungskolloquium bietet Promovierenden und Studierenden gleichermaßen eine Plattform für den wissenschaftlichen Austausch zum System der Vereinten Nationen. Es findet seit 2011 an wechselnden Orten statt, immer in Zusammenarbeit mit einem lokalen Forschungsinstitut oder einer Universität.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kolloquiums werden Konferenzpapiere zu einem Oberthema diskutieren, das sich an den Forschungsschwerpunkten des ausrichtenden Instituts orientiert.

Bei Interesse, schickt uns bitte eine kurze Nachricht mit folgenden Informationen:

–       Existierende UN-relevante Forschungsschwerpunkte an eurer Uni/ eurem Institut

–       Mögliches Oberthema (passend zu existierenden Forschungsschwerpunkten, mit klarem UN-Bezug und prinzipiell offen für einen interdisziplinären Zugang)

–       Eure Motivation, das Kolloquium in eure Stadt/Uni zu holen.

Schickt uns eure Bewerbung bis zum 30.10.2017 an info@uno-forschung.de

Weitere Informationen findet ihr auf unserer Website: http://www.uno-forschung.de.

CfP – Towards Utopia – Rethinking International Law

The Walther Schücking Institute for International Law at the University of Kiel is organising a two-day workshop on new and utopian approaches to international law.

Kiel, 19-20 August 2017

Lecture by Professor Philip Allott (University of Cambridge)

Call for Papers – Walther Schücking Workshop

Interested scholars should submit an abstract of around 750 words to the organising committee (utopia@wsi.uni-kiel.de) by 8 May 2017.

Austragungsort und Oberthema für UN-Forschungskolloquium 2017 gesucht

Das UN-Forschungskolloquium bietet Promovierenden und Studierenden gleichermaßen eine Plattform für den wissenschaftlichen Austausch zum System der Vereinten Nationen. Es findet seit 2011 an wechselnden Orten statt, immer in Zusammenarbeit mit einem lokalen Forschungsinstitut oder einer Universität. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kolloquiums werden Konferenzpapiere zu einem Oberthema diskutieren, das sich an den Forschungsschwerpunkten des ausrichtenden Instituts orientiert. Bisherige Schwerpunkte waren „UN-Forschung“ (Berlin, 2011), „Mensch und Individuum“ (Jena 2012), „Aufbruch und Beständigkeit“ (Dresden, 2013), „Fragmentierung und Kohärenz“ (Bonn, 2014), „Verantwortung und Verantwortlichkeit“ (Duisburg, 2015) sowie „nichtstaatliche Akteure“ (Kiel, 2016).

Holt die Hauptveranstaltung der AG Junge UN-Forschung in Eure Stadt und entwickelt gemeinsam mit uns den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen für das Forschungskolloquium 2017!

Die Veranstaltung ist betont informell, so dass sich der organisatorische Aufwand in Grenzen hält. Den eigentlichen Call for Papers entwickeln wir als AG mit dir/euch zusammen und kümmern uns gemeinsam um die organisatorische Vorbereitung.

Bei Interesse, schickt uns bitte eine kurze Nachricht mit folgenden Informationen:

  • Existierende UN-relevante Forschungsschwerpunkte an eurer Uni/ eurem Institut
  • Mögliches Oberthema (passend zu existierenden Forschungsschwerpunkten, mit klarem UN-Bezug und prinzipiell offen für einen interdisziplinären Zugang)
  • eure Motivation, das Kolloquium in eurer Stadt/Uni zu holen.

Dieser Call for Proposals als pdf.

Wir freuen uns auf eure Nachricht! Bitte schickt sie bis zum 30.6.2016 an info@uno-forschung.de . Weitere Informationen sowie die Dokumentationen der vergangenen UN-Forschungskolloquien findet ihr auf unserer Website: http://www.uno-forschung.de.

Panels: Protection of individuals as system-wide challenge of the United Nations

We are organizing an expert workshop on protection of individuals. Apart from the panels, there will be an opening discussion as well as breakout sessions. You can still register as participant! Register here.

USG for Humanitarian Affairs and Emergency Relief visits South Sudan

Stephen O’Brien, UN Under-Secretary-General for Humanitarian Affairs and Emergency Relief, visits South Sudan. (c) UN Photo

Workshop and network meeting

15-17 July 2016, Technische Universität Braunschweig, Germany

Organized by the German Association for the United Nations (DGVN)

Contact: info@uno-forschung.de, http://www.uno-forschung.de

 

Humanitarian action and protection

Andras Derzsi-Horvath, Global Public Policy Institute, Berlin The implementation of the Human Rights Up Front initiative in the humanitarian sector
Hannah Dönges, Graduate Institute, Geneva Protection of civilians in South Sudan across international organizations
Birthe Thamaz, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin Protection through the lens of UNRWA

 

Human rights protection

Veronika Haasz, University of Vienna National Human Rights Institutions as UN allies
Tamya Rebelo, University of São Paulo (Brazil) and Fellow at the Carr Center for Human Rights Policy, Harvard University From framing to implementation: an analysis of UN Security Council Resolutions on the protection of women and children
Janika Spannagel, Global Public Policy Institute, Berlin Human Rights Defenders at Risk: Ambitious Concept with Uncertain Outlook

 

Protection of civilians – decision-making processes and national perspectives

Andreas Lehrfeld, Universität Köln Chinese UN initiatives on the protection of individuals in armed conflict
Moritz Marbach, Universität Mannheim Refugees and the UN Security Council
Christian Stock, Martin-Luther Universität Halle Protection in UN peacekeeping: common task, common understanding?

 

Protection of civilians on the ground

Ingvild Bode, University of Kent Practicing Norms: The Use of Force to Protect Civilians in Peacekeeping Missions
Laura Bosco, American University, Washington, D.C. Contingent upon Contingent: Signalling the resolve to protect in UN Peace Operations
Nadine Enke, University of Vienna/ Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (Austria) Sexual Exploitation and Abuse by Peacekeepers – Challenges to the Protection of Civilians – Mandate

Konferenz des Forschungskreises Vereinte Nationen

Die Rolle der Vereinten Nationen
in der multilateralen Entwicklungszusammenarbeit

Sonnabend, 25. Juni 2016

von 10.00 – 18.00 Uhr

in der Universität Potsdam

Campus Griebnitzsee

August-Bebel-Straße 89, 14482 Potsdam
Programm

Jürgen Maier (Geschäftsführer Forum Umwelt und Entwicklung, Berlin)

Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen –
Meilenstein oder alter Wein in neuen Schläuchen?

 

Apl. Prof. Dr. Norman Weiß (Mitarbeiter des MenschenRechtsZentrums der Universität Potsdam,
wissenschaftlicher Leiter der Potsdamer UNO-Konferenzen, Berlin)

Menschenrechte und Entwicklung – völkerrechtliche und entwicklungspolitische Aspekte

 

Prof. Dr. Joachim Koops (Dean of Vesalius College & Research Professor
Institute for European Studies, Vrije Universiteit Brussels)

UN Peacekeeping – Effektivität, Reformkonzepte und entwicklungspolitische Aspekte

 

Dipl.-Pol. Anja Papenfuß (Redaktionsleitung IPG – Internationale Politik und Gesellschaft (Online-Zeitschrift),
Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin)
Die Debatte um die Wahl des Generalsekretärs/der Generalsekretärin der Vereinten Nationen

 

 

 

Teilnehmerbeitrag: 40 €; für Journalisten, Diplomaten, Studenten und Schüler 20 €.

Mit dem Teilnehmerbeitrag werden die Kosten für die Konferenzorganisation und die Verpflegung
während der Konferenz finanziert, sowie die Herstellung und der Versand der Konferenzbroschüre
mit den Referaten der Konferenz, die allen Teilnehmern zugesandt wird.

 

Information und Anmeldung:

Forschungskreis Vereinte Nationen, c/o MenschenRechtsZentrum der Universität Potsdam, August-Bebel-Str. 89, 14482 Potsdam,
Tel.: 0331 977 3376, E-Mail: fkruno/at/uni-potsdam.de

 

Broschüre:

Der Forschungskreis Vereinte Nationen veröffentlicht gemeinsam mit dem MenschenRechtsZentrum der Universität Potsdam
eine Broschüre mit den Referaten der Konferenz.

Die Broschüre kann beim MenschenRechtsZentrum der Universität Potsdam
per E-Mail (mrz/at/uni-potsdam.de) bestellt werden. Sie kostet 8,00 Euro (inkl. Versand und MWSt.).