Ausschreibung DGVN Dissertationspreis 2019

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) schreibt zum sechsten Mal einen Dissertationspreis aus. Mit diesem Preis soll herausragende Forschung zu den Vereinten Nationen ausgezeichnet werden.

Mit dem Dissertationspreis zeichnet die DGVN herausragende Forschung zu den Vereinten Nationen, insbesondere im Bereich deutscher UN-Politik, beziehungsweise zu Grundlagen, Institutionen und Handlungsfeldern des UN-Systems aus. Fragestellung und Forschungsansatz sollten einen deutlichen UN-Bezug aufweisen und dabei von breiterer Relevanz sein. Über die Vergabe des Preises entscheidet der Forschungsrat der DGVN. Mit dem Preis verbunden ist die Möglichkeit der Veröffentlichung in der Reihe »The United Nations and Global Change« des Nomos-Verlags bei gleichzeitiger Unterstützung für anfallende Druckkosten in Höhe von 1000,– Euro. Andernfalls erhält die Preisträgerin oder der Preisträger ein Preisgeld von 1000,– Euro.

Voraussetzungen:

Die Dissertation soll 2017, 2018 oder 2019 erfolgreich an einer deutschen oder ausländischen Universität abgeschlossen worden sein.
Sie kann, muss aber noch nicht publiziert sein.
Sie soll in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein.
Der Kreis der Bewerberinnen und Bewerber umfasst Personen, die in Deutschland promoviert wurden, oder Deutsche, die im Ausland promoviert wurden.
Selbstbewerbungen sind möglich; auch Vorschläge von Dritten sind willkommen.

Die Bewerbungsfrist für den Dissertationspreis 2019 ist der 31. Mai 2019.

Die vollständige Bewerbung umfasst den

wissenschaftlichen Lebenslauf mit Schriftenverzeichnis,
Nachweis der Doktorprüfung,
ein Exemplar der Dissertation sowie
die Gutachten zur Dissertation.

Es wird darum gebeten, alle Bewerbungsdokumente in digitaler Version einzureichen. Die Preisverleihung findet voraussichtlich im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung Anfang des Jahres 2020 statt. Bewerbungen sind per E-Mail zu richten an die

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen
–Forschungsrat–
z. Hd. Juliane Pfordte
Betreff: »Dissertationspreis 2019«
E-Mail: pfordte@dgvn.de

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CfP Fristverlängerung

Die Frist für die Einreichung von Papieren für das 9. UN Forschungskolloquium „Integrität und die Vereinten Nationen“ am 11. / 12. April 2019 an der TU Dresden/Zentrum für Internationale Studien wird verlängert.

Die neue Abgabefrist läuft bis zum 03.03.2019!

Das Kolloquium steht allen Interessent*innen offen, auch ohne eigenen Beitrag.

Bei Fragen stehen wir unter info(at)uno-forschung.de zur Verfügung.

Call for Papers – 9. UN Forschungskolloquium

Integrität und die Vereinten Nationen
11. / 12. April 2019 an der TU Dresden/Zentrum für Internationale Studien

Veranstalter: AG Junge UN-Forschung in der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) zusammen mit dem Zentrum für Internationale Studien an der TU Dresden
Keynote: Prof. Dr. Klaus Hüfner, DGVN-Präsidium, zur Finanzierung der Vereinten Nationen als Baustein der Integrität (Arbeitstitel)
Rahmenprogramm: Filmvorführung „The Destruction of Memory“ und Gespräch mit dem Regisseur Tim Slade und Prof. Dr. Dr. Sabine von Schorlemer
Deadline für Abstracts: 24.02.2019
Deadline für Papiere: 31.03.2019
Deadline für Anmeldungen: 21.03.2019

Das Kolloquium steht allen Interessent*innen offen, auch ohne eigenen Beitrag.

Themenstellung:
Einschneidende Ereignisse der jüngsten Vergangenheit haben die Weltordnung wie wir sie bisher kannten vor größte Herausforderungen gestellt: der Syrien-Krieg, der Brexit, die Annexion der Krim, die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA und die darauf folgenden politischen Richtungsänderungen (u.a. Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen, Handelsstreit, Austritt aus der UNESCO) sowie das Wiedererstarken autoritärer und nationalistischer Bewegungen und Parteien in Europa und in der Welt. Sie alle erschüttern das Vertrauen in die Bedeutung des Multilateralismus und gefährden nicht zuletzt die Integrität des internationalen Systems und der Vereinten Nationen.
Darüber hinaus erfordern neue oder (wieder-)erstarkte Phänomene und Tendenzen eine eingehende Betrachtung und innovative Anpassungs- und Regelungsstrategien. Zu nennen sind hier so unterschiedliche Aspekte wie die fortschreitende Digitalisierung, die globale Migrationsbewegung, der Klimawandel, aber auch terroristische Aktivitäten, einschließlich der absichtlichen Zerstörung von Kulturerbe u.a. in Syrien. Auch sie stellen nicht nur für die staatliche Integrität, sondern auch für die persönliche Integrität vieler Menschen eine große Herausforderung dar.
Die Bedeutung von „Integrität“ in diesem Zusammenhang ist vielfältig. Ebenso vielfältig sind auch die rechtlichen und politischen Implikationen, die sich daraus ergeben. Sie sollen den Rahmen für das Forschungskolloquium bilden. Potentielle Fragestellungen könnten sich insbesondere in diesen drei Themenblöcken ergeben.
1. Unverletzlichkeit von Staaten
(Völker-)Rechtswissenschaftler denken beim Begriff der „Integrität“ wohl zuallererst an die territoriale Integrität (auch territoriale Unversehrtheit), wie sie in Art. 2 (4) UN-Charta festgelegt ist. Hier bieten sich Fragen zum aktuellen Status des Gewaltverbots an.
– Inwieweit hat sich das Verständnis von Souveränität gewandelt? Welche Auswirkungen hat dies für die Konturen des völkerrechtlichen Gewaltverbotes?
– Erodiert das völkerrechtliche Gewaltverbot?
– Cyberwarfare
2. persönliche bzw. körperliche Integrität
Auf persönlicher Ebene kommt dem Begriff eine weitere Bedeutung zu. Hier geht es vor allem um die (körperliche) Unversehrtheit von Individuen, die maßgeblich vom Verhalten der Mitmenschen sowie den gesellschaftlichen und (völker-)rechtlichen Rahmenbedingungen abhängt.

– Wie kann der Schutz der persönlichen Freiheit(en) angesichts aktueller Herausforderungen, wie z.B. Digitalisierung, gewährleistet werden?
– Bemühungen der UN hinsichtlich der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen
– Was bedeutet die Zerstörung von Kulturerbe für die kulturelle Integrität bzw. die Identität der betroffenen Bevölkerung?
3. Makellosigkeit, Unbescholtenheit und Unbestechlichkeit von Staaten und der Vereinten Nationen
Nach dem philosophischen Humanismus fordert Integrität, dass die tatsächliche Lebenspraxis persönlichen Werten und Idealen entspricht. Reden und Handeln ist geleitet von Werten und Normen und bleibt für andere damit verlässlich und vorhersehbar. Übertragen auf das Völkerrecht im Allgemeinen und die Vereinten Nationen im Speziellen, ergeben sich in diesem Zusammenhang zahlreiche interessante Frage- und Problemstellungen:
– Welche Bedeutung hat die Immunität der UN und ihrer Organe (z.B. Sicherheitsrat, UN-Friedenstruppen), ist sie noch zeitgemäß?
– Inwieweit wird das Völkerrecht heute (bewusst) missbräuchlich gebraucht?
– Gibt es eine Krise des Völkerrechts? Inwieweit haben die unterschiedlichen Akteure dazu beigetragen?
Die genannten Themen dienen der Veranschaulichung und sind keinesfalls abschließend.

Organisatorischer Rahmen des Kolloquiums:
Das 9. UN-Forschungskolloquium wird von den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Junge UN-Forschung in der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen organisiert, deren Mitglieder aus den Fachbereichen Völkerrecht, Politikwissenschaft und Soziologie kommen. Kooperationspartner des diesjährigen UN-Forschungskolloquiums sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Völkerrecht und Europarecht sowie des Zentrums für Internationale Studien an der TU Dresden. Das Kolloquium heißt Nachwuchswissenschaftler*innen und Studierende aller Fachrichtungen willkommen. Es bietet die Gelegenheit, Forschungs- und Studienarbeiten mit Bezug zu den Vereinten Nationen vorzustellen und zu diskutieren. Als besonders anregend hat sich erwiesen, wenn die eingereichten Papiere von Diskutant*innen vorgestellt werden und der jeweilige Beitrag im Anschluss intensiv diskutiert wird. Durch den interdisziplinären Blick werden gängige Definitionen hinterfragt und empirische Probleme neu betrachtet.
Autor*innen melden sich bitte bis zum 24.02.2019 mit einem Abstract (ca. 200 Wörter) zum Oberthema an. Eine Zusage erfolgt bis zum 10.3.19. Die Frist für die Einreichung der fertigen Papiere (max. 5.000 Wörter) ist der 31.03.2019. Dies dient dem Zweck der Vorbereitung aller Personen auf das Kolloquium.
Weitere interessierte Teilnehmer*innen können sich bis zum 21.03.2019 verbindlich auf unserer Webseite anmelden. Bei der Anmeldung geben bitte Autor*innen und Teilnehmer*innen an, ob sie die Rolle eines Diskutanten oder einer Diskutantin übernehmen möchten.
Einen Teilnahmebeitrag gibt es nicht. DGVN-Mitglieder können einen Fahrtkostenzuschuss beantragen (bei der Anmeldung angeben).

Bei Fragen stehen wir unter info(at)uno-forschung.de zur Verfügung.

Tagungsbericht: Localizing the Sustainable Development Agenda. Städte als Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung?

von Joshua Elsässer

Am 7.-8. September veranstaltete die AG Junge UN-Forschung der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Internationale Politik der Universität Potsdam einen interdisziplinären Workshop zum Thema „Localizing the Sustainable Development Agenda: Städte als Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung?“ an der Universität Potsdam. An der Tagung nahmen rund 60 Personen teil, von denen etwa 25 als Vortragende und DiskutantInnen in insgesamt fünf Panels mitwirkten. Die offene Ausrichtung der Tagung ermöglichte den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis und brachte den wissenschaftlichen Nachwuchs mit erfahrenen ForscherInnen zusammen.

Zum Auftakt des Workshops lieferten Thomas Hickmann und Anna Seyfert einen kurzen thematischen Einstieg ins Thema, bevor im ersten Panel kommunale Klima- und Nachhaltigkeitsstrategien in Deutschland diskutiert wurden. Hier präsentierten Fritz Reusswig, Regina Treutwein und Carlo Schick ihre Tagungspapiere. Ein zentraler Punkt war das Phänomen sogenannter „Reallabore“. Hier interagieren ausgewählte Akteure aus der Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in einem Experiment, um potentielle Nachhaltigkeitslösungen auf kommunaler Ebene auszutesten und umzusetzen.

Im zweiten Panel wechselte der Fokus von der deutschen Kommunalebene zu lokalen Nachhaltigkeitsinitiativen im globalen Süden. Zu diesem Thema stellten Angela Hahn, Jacob Manderbach und Pratibha Singh Beiträge aus aktuellen Forschungsprojekten vor. Die folgende Diskussion kreiste vor allem um die Frage, welche Akteure zusammenwirken müssen und wie Initiativen auf der lokalen Ebene repliziert werden können, damit existierende Umwelt- und Entwicklungsprobleme in Städten des globalen Südens bewältigt werden. Darüber hinaus ging es insbesondere um die Partizipationsmöglichkeiten von Städten und lokalen Akteuren bei der Formulierung der globalen Nachhaltigkeitsagenda.

Das dritte Panel befasste sich mit kritischen Perspektiven auf urbane Nachhaltigkeitspolitik(en). Darin stellten Raffael Beier, Michaela Christ und Albert Denk ihre Papiere vor. Sowohl in den Vorträgen als auch in der anschließenden Frage- und Antwortrunde wurde vor allem kritisch über die Indikatoren und definitorischen Konfliktlinien innerhalb der Nachhaltigkeitsziele diskutiert. Damit versuchten die Vortragenden einer Antwort auf die Frage näherzukommen, ob und inwieweit die Zielsetzungen innerhalb der globalen Nachhaltigkeitsagenda die Komplexität der nachhaltigen Entwicklung sowie die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen und innerhalb von Staaten adäquat berücksichtigen.

Im vierten Panel wurden die Wirkungen globaler Nachhaltigkeitskonzepte auf der lokalen Ebene untersucht. Nach Vorträgen von Hannah Birkenkötter und Theresa Zimmermann knüpfte sich eine intensive Diskussion an. Sie drehte sich in erster Linie um die Frage der Zuständigkeit in Bezug auf die nachhaltigen Entwicklungsziele, die zwar auf eine zwischenstaatliche Vereinbarung zurückgehen, ihre konkrete Umsetzung jedoch eine Vielzahl von Akteuren, wie beispielsweise Regionalregierungen, Städte und Kommunen sowie zivilgesellschaftliche und private Akteure einschließt. In diesem Zusammenhang wurde besonders die Rechtsverbindlichkeit der globalen Nachhaltigkeitsagenda reflektiert.

CALL FOR PROPOSALS

Tagungsort für das Forschungskolloquium 2019 gesucht

Holt die Hauptveranstaltung der AG Junge UN-Forschung der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) in eure Stadt und entwickelt gemeinsam mit uns den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen für das Forschungskolloquium 2019!

Die Veranstaltung ist betont informell, sodass sich der organisatorische Aufwand in Grenzen hält. Den eigentlichen Call for Papers entwickeln wir als AG mit dir/euch zusammen und kümmern uns gemeinsam um die organisatorische Vorbereitung.

Bisherige Schwerpunkte waren „UN-Forschung“ (Berlin, 2011), „Mensch und Individuum“ (Jena 2012), „Aufbruch und Beständigkeit“ (Dresden, 2013), „Fragmentierung und Kohärenz“ (Bonn, 2014), „Verantwortung und Verantwortlichkeit“ (Duisburg, 2015), „nichtstaatliche Akteure“ (Kiel, 2016), „postkoloniale Perspektiven“ (Hamburg, 2017) sowie UN-Partnerorganisationen (Jena, 2017).

Das UN-Forschungskolloquium bietet Promovierenden und Studierenden gleichermaßen eine Plattform für den wissenschaftlichen Austausch zum System der Vereinten Nationen. Es findet seit 2011 an wechselnden Orten statt, immer in Zusammenarbeit mit einem lokalen Forschungsinstitut oder einer Universität.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kolloquiums werden Konferenzpapiere zu einem Oberthema diskutieren, das sich an den Forschungsschwerpunkten des ausrichtenden Instituts orientiert.

Bei Interesse schickt uns bitte eine kurze Nachricht mit folgenden Informationen:

  • Existierende UN-relevante Forschungsschwerpunkte an eurer Uni/ eurem Institut
  • Mögliches Oberthema (passend zu existierenden Forschungsschwerpunkten, mit klarem UN-Bezug und prinzipiell offen für einen interdisziplinären Zugang)
  • Eure Motivation, das Kolloquium in eure Stadt/Uni zu holen.

Schickt uns eure Bewerbung bis zum 30.10.2018 an info@uno-forschung.de

Weitere Informationen findet ihr auf unserer Website: http://www.uno-forschung.de.

CfP – Localizing the Sustainable Development Agenda: Städte als Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung?

Call for Papers

Interdisziplinärer Workshop:

Localizing the Sustainable Development Agenda: Städte als Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung?

der 07. bis 08. September an der Universität Potsdam

Veranstalter: AG Junge UN-Forschung der DGVN in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Internationale Politik der Universität Potsdam
Deadline für Abstracts: 04. Mai 2018 (150-300 Wörter)
Abgabe für Papiere: 17. August 2018 (5000-8000 Wörter)

Anmeldeschluss ohne eigenen Beitrag: 05. August 2018 

Am 25. September 2015 verabschiedete die internationale Staatengemeinschaft auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in New York die globale Nachhaltigkeitsagenda. Sie normiert für alle Staaten die Pflicht zur nachhaltigen Entwicklung und stellt eine gewaltige Herausforderung und gleichzeitig große Chance für die globale Umwelt- und Entwicklungspolitik dar. Angestrebt wird in der Agenda nichts weniger als die „Transformation unserer Welt“ zu einer gerechteren und friedlicheren Zukunft, die mithilfe von 17 Nachhaltigkeitszielen, den sog. Sustainable Development Goals (SDGs) sowie 169 detaillierten Unterzielen erreicht werden soll. Mit der globalen Nachhaltigkeitsagenda hat die internationale Staatengemeinschaft erstmals das in der Entwicklungspolitik lange vorherrschende Nord-Süd-Paradigma und die klassische Zweiteilung von Entwicklungs- und Industrieländern überwunden. Die Agenda fordert von jedem Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen die Umsetzung der 17 SDGs im eigenen Land und in allen anderen Teilen der Welt. Damit stehen sowohl die Außen- als auch die Innenpolitiken der Nationalstaaten auf dem Prüfstand. Insbesondere verpflichtet sie die Staaten dazu, bei der Umsetzung der SDGs alle relevanten Interessengruppen einzubeziehen und fördert damit die partnerschaftliche Zusammenarbeit verschiedener gesellschaftlicher Akteure.

Eine zentrale Rolle bei der Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsagenda kommt Städten zu, über die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in städtischen Ballungsräumen.

In Städten werden etwa 70 Prozent der weltweit benötigten Energie verbraucht und zwischen 50 und 70 Prozent des globalen Treibhausgasausstoßes verursacht. Diese Zahlen, die in Zukunft weiter steigen werden, und der fortschreitende weltweite Urbanisierungstrend verdeutlichen, dass wir neue Ansätze für städtischen Klima- und Umweltschutz und Modelle für eine nachhaltige Stadtentwicklung brauchen. Gerade in Städten wird sich die Agenda und ihre Umsetzung besonders beweisen müssen. Städte in Entwicklungsländern und Schwellenländern stehen dabei vor besonderen Herausforderungen. Gleichzeitig gibt es hier enormes Potential, um neue Wege hin zu einer nachhaltigeren Entwicklung einzuschlagen. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir auf diesem Workshop insbesondere die folgenden Fragen: Welche Ansätze für Klima- und Umweltschutz existieren in Städten? Welche Rahmenbedingungen müssen existieren, damit Stadtplanung und Stadtentwicklung nachhaltig geschehen können? Inwieweit lassen sich erfolgreiche lokale Klima- und Umweltschutzmaßnahmen von einem Kontext in einen anderen übertragen? Welchen Beitrag kann eine nachhaltige Stadtentwicklung leisten, um gerechte Lebensbedingungen in wachsenden Gesellschaften zu schaffen? Wie können gleichzeitig die Auswirkungen auf die Umwelt und insbesondere der globale Treibhausgasausstoß verringert werden? Auf welche Unterstützung sind Städte jeweils in Ländern mit unterschiedlichem technologischem und wirtschaftlichem Fortschritt angewiesen? Wie wirken transnationale Städtenetzwerke und bilaterale Städtepartnerschaften?

Welche Rolle spielen internationale Organisationen und Programme, wie die Weltbank, das Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen (UN-HABITAT) oder das Klima- Sekretariat der Vereinten Nationen für umwelt- und klimafreundliche lokale Politiken? Wir begrüßen Beiträge, die sich mit Fragen wie diesen auseinandersetzen. Darüber hinaus freuen wir uns über Beiträge die sich mit allgemeinen Fragen der Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda in Deutschland sowie der Rolle nicht-staatlicher Akteure, wie zivilgesellschaftliche Organisationen und private Unternehmen, im Rahmen der Nachhaltigkeitsagenda befassen.

Ablauf

Der zweitägige Workshop soll junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Disziplinen mit erfahrenen Praktikern zusammenbringen und einen fächer-übergreifenden Dialog und Austausch ermöglichen. In verschiedenen thematisch ausgerichteten Panels werden Konferenzpapiere vorgestellt und gemeinsam mit Expertinnen und Experten aktuelle praktische Beispiele und Forschungsperspektiven diskutiert. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion kommen insbesondere Praktikerinnen und Praktiker zu Wort und stellen sich einer Debatte zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda in Deutschland.

 

Beiträge

Die Konferenzpapiere können sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache verfasst sein. Dabei können sie einen theoretischen Blickwinkel einnehmen oder einen empirischen Schwerpunkt haben. Selbstverständlich sind auch Beiträge willkommen, die konkrete Erfahrungen aus der Praxis und praktische Politikempfehlungen formulieren.

Interessierte Autor_innen melden sich bitte bis zum 04. Mai 2018 mit einem Abstract (150-300 Wörter) per Mail unter info[at]uno-forschung.de zu den angesprochenen Themen an. Die Frist für die Einreichung der fertigen Papiere ist der 17. August 2018. Eine Übernahme der Unterkunfts- und Reisekosten ist für Beitragende gewährleistet.

Weitere interessierte Teilnehmer_innen können sich bis zum 05. August 2018 verbindlich auf unserer Webseite anmelden.

Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben. DGVN-Mitglieder können hiervon unabhängig einen Fahrtkostenzuschuss beantragen.

Weitere Informationen und Anmeldeformular: www.uno-forschung.de Bei Fragen stehen wir euch auch unter info(at)uno-forschung.de zur Verfügung.